Willkommen bei uns Quäkern!

Wir sind eine Gemeinschaft von Suchenden. Wir teilen kein Dogma, sondern eine Art, unser Leben zu leben. Wir suchen die Erfahrung des Göttlichen in uns, in unseren Beziehungen mit anderen Menschen und unserer Umgebung. Die Stille Andacht ist der Mittelpunkt unserer Gemeinschaft. Wir warten, offen, versammelt, gemeinsam, schweigend, hörend.

„Je weniger Form in der Religion, um so besser; denn Gott ist Geist. Je geistiger unser Gottesdienst, umso näher der Natur Gottes, je schweigender, umso angepasster der Sprache Gottes“ (William Penn 1644-1718)

Von der Wirklichkeit des Göttlichen können wir mit Worten nur näherungsweise sprechen, wenn wir sie „Gott“, „das Innere Licht“, „das Göttliche in allem Lebenden“, „das von Gott in jedem Menschen“ nennen. Viel wichtiger, als nach Worten zu suchen, ist es uns daher, unser Leben sprechen zu lassen: Wir glauben nicht nur an „das von Gott“ in jedem Menschen, sondern wollen nach dieser Überzeugung leben und handeln. Wir sind vereint in der Erfahrung, dass die Wirklichkeit des Göttlichen für alle Menschen und in allen Menschen direkt zugänglich ist, unabhängig von Alter, Geschlecht, Rasse, Nationalität, sexueller Orientierung, religiösem und kulturellem Hintergrund, Ausbildung, ökonomischem und gesellschaftlichem Status.

Unser Leben in der Welt wirkt in die Andacht hinein, und unser Erkennen in der Andacht wirkt auf unser Leben. Unser Eintreten für Frieden, Schonung und Heilung unserer Mitwelt, für soziale Geschwisterlichkeit und Gleichberechtigung legt Zeugnis davon ab. Wir bemühen uns um ein einfaches, solides, mutiges Leben, um Wahrhaftigkeit, positive Kreativität und Freundschaft. Aber wir sind Menschen, keine Heiligen. Wir glauben nicht, end- und allgemeingültige Antworten zu kennen, sondern sind eine Gemeinschaft von Suchenden, in der jede/r willkommen ist.

 

Welcome, Friend!

Ratschläge und Fragen

13. Sprechen in der Andacht

Nimm nicht an, dass der Dienst am Wort niemals deine Aufgabe sein kann. Dein wahrheitsgetreues und aufrichtiges Sprechen, auch wenn es kurz ist, kann den Weg für umfassendere Botschaften anderer eröffnen. Wenn du den Ruf zu sprechen vernimmst, so warte geduldig, bis du der Führung und des rechten Augenblicks gewiss bist; lass dich nicht durch ein Gefühl der Unzulänglichkeit zurückhalten. Bete darum, dass deine Botschaft tiefer Erfahrung entspringe und vertraue darauf, dass dir die richtigen Worte gegeben werden.