Freunde sein

Freunde sein

Einander begleiten auf dem Weg der Quäker

Kinder, Junioren und Jungfreunde schätzen die Freiräume, die sie bei Quäkern haben, um ihren Glauben selbstbestimmt und „unter sich“ zu entdecken. Ebenso wichtig ist uns allen aber auch, Räume zu schaffen, in denen wir alle, quer durch alle Generationen, voneinander lernen und uns begleiten können.

Das gilt insbesondere für die Erkundung unseres Glaubens: Bei Quäkern hat niemand einen privilegierten Zugang zum Göttlichen, nicht aufgrund von Geschlecht oder Ausbildung, und auch nicht aufgrund des Alters. Wir wissen, dass wir unseren Kindern zwar etwas über die Geschichte und Praxis der Quäker beibringen können – nicht aber ihnen sagen, wer oder was Gott ist. Wir können uns nur gegenseitg ermuntern und darin unterstützen, diese Kraft in uns zu entdecken. Kinder und Jugendliche brauchen keine religiöse Unterweisung durch Erwachsene – sie brauchen Begleitung durch uns, und wir durch sie. Das verändert uns:

„Wenn wir die Erziehung unserer Kinder in der Andachtsgruppe ernst nehmen, müssen wir damit beginnen, das Leben der gesamten Gruppe neu zu bewerten. […] Zusammen haben wir die Aufgabe, unseren heutigen Glauben, mit all seiner Auswirkung auf unser Handeln, zu erforschen.“

Glaube und Wirken 10.10

 

Daher haben wir in den letzten Jahren Materialien gesammelt und untereinander geteilt, die nicht „Kinderbetreuung“, sondern ein gemeinsames Erkunden und Lernen ermöglichen.

Es braucht ein Dorf… Familienfreizeiten

Bei der jährlichen Familienfreizeit kommen Quäker aller Altersstufen und aller denkbaren Familienkonstellationen zusammen, um eine Woche in einem Feriendorf in gemeinsamer Aktivität zu verbringen. Dabei steht die kreative und handwerkliche Erforschung von Quäkergeschichte(n) im Vordergrund. In einem gemeinsam entwickelten Stationentheater beschäftigen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Geschichten und Menschen: Von der Underground Railroad über Gandhis gewaltfreiem Widerstand bis zur Sufi-Mystik. Dabei kann jede/r seine Ideen und Fähigkeiten einbringen. Im Hintergrund geht es aber auch darum, als Dorf zu leben, in dem die Kinderbetreuung und -erziehung ebenso auf vielen Schultern ruht wie die Erziehung der Erwachsenen und alle von- und miteinander lernen können.

Auch internationale Familienfreizeiten und All Age Gatherings werden in Zusammenarbeit mit Quäkergruppen anderer Länder immer wieder angeboten.