Jungfreunde

Jungfreunde

Wir sind die Jungfreunde

„Wir sind die Jungfreunde der Quäker, 16+ Jahre alt und so verschieden wie Tag und Nacht, hell und dunkel, süß und sauer, optimistisch und pessimistisch, dick und dünn, dumm und schlau, Sonne und Regen, homo und hetero, rund und eckig, gestreift, gepunktet aber nicht kleinkariert, Feuer und Eis, rot, grün, blau und gelb. Wir kommen mindestens aus ganz Deutschland und bekommen oft internationalen Besuch.“

Jungfreunde leben das Quäkertum als vorurteilsfreie Gemeinschaft, in der jede/r angenommen wird und deshalb wachsen kann. Gemeinsames Kochen, Lachen, Singen, Diskutieren und Spaßhaben sind dabei essentiell.

Wer als Kind selbstverständlich unter Quäkern aufgewachsen ist, fragt sich häufig irgendwann, was es für ihn oder sie heißt, Quäker zu sein, jenseits von Familie und Heimat. Andere Jungfreunde kommen aus anderen Kontexten zu den Quäkern, als Suchende. Die Jungfreundegruppe ist ein Ort, an dem diese Fragen mit voller Wucht und Lebenslust und Radikalität gestellt werden die Jungfreunde gemeinsam nach Antworten suchen – die so divers sind wie sie.

Gemeinschaft mit anderen jungen Quäkern

Jungfreundinnen und Jungfreunde organisieren sich in der Jungfreundegruppe selbst nach den Prinzipien der Quäker: In Geschäftsandachten im Rahmen der Jahresversammlung und eines Jahrestreffens, in der Benennung von Schreibern und Ältesten und dem Verfassen von Episteln (Grußbotschaften) an Quäker in aller Welt.

Jungfreunde nehmen an der Osterfreizeit der Junioren teil und tragen dort die Verantwortung. Sie organisieren darüberhinaus ein eigenes Jahrestreffen und eine Silvesterfreizeit, während der sie an einem Thema arbeiten, das ihnen wichtig ist – in den letzten Jahren etwa Gewaltfreie Kommunikation, Zivilcourage, Freiheit und Gemeinschaft.

Die deutschen Jungfreunde haben regelmäßig andere junge Quäker aus England oder den Niederlanden zu Gast, und die Jahresversammlung unterstützt es, wenn deutsche Jungfreunde Jahresversammlungen in anderen europäischen Ländern besuchen.

„You may say I am dreamer, but I’m a Quaker, and I’m not the only one“

Die von Jungfreunden umgedichtete Version von „Imagine“ erzählt: Nicht alleine zu sein mit seinen Überzeugungen gibt Kraft und fordert immer neu heraus. Jungfreunde unterstützen sich gegenseitig, die Quäkerzeugnisse zu leben. Eine Mahnwache französischer Quäker vor der europäischen Waffenmesse Eurosatory wird seit einigen Jahren von deutschen Jungfreunden unterstützt, die gemeinsam nach Paris reisen, um schweigend und im Gespräch gegen Waffenhandel zu protestieren.

Sich auf den Weg machen

Die Quaker Youth Pilgrimage (QYP) ist eine Initiative von Quäkern in Europa sowie Nord- und Südamerika, die es jungen Quäkern (16-18) ermöglicht, das Quäkertum und seine Bedeutung für ihr Leben in einer internationalen, interkulturellen Gruppe zu erkunden. Die Gruppe lebt und reist für einen Monat gemeinsam, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernen in den Begegnungen vor Ort und voneinander. Die Pilgerreise zu den  Wurzeln des Quäkertums ist auch eine Reise zu den Quellen der eigenen Spiritualität, die Bedürfnisse nährt, Offenheit lehrt und Neugier weckt.