Glaubensfragen

Glaubensfragen

Quäker glauben, dass Gott/Geist/das Göttliche für jeden Menschen unmittelbar erfahrbar ist und sich im Leben jedes Menschen manifestiert. Jede Quäkerin und jeder Quäker hat daher eine Antwort auf die Frage „Was kannst du sagen?“, sei es in Worten oder in Taten.  Denn im Quäkertum, einer Religion ohne Dogma, gibt es kein festgelegtes Glaubensbekenntnis, sondern den Anspruch, Zeugnis von unserem Glauben durch unser Leben abzulegen. Daher ist das Quäkertum im Christentum verwurzelt, aber offen für neues Licht: Das Verhältnis von Quäkertum und Christentum ist vielfältig und dynamisch. Im Ökumenischen Dialog geht es uns weniger um theologische Dispute als um geteilte Ursprünge und Visionen, denen die Quäker als Friedenskirche in der Ökumene eine Stimme geben.

Da das Quäkertum auf direkte Führung durch die Erfahrung in der Andacht baut und nicht auf Dogmen und kirchliche Autorität, ist es einem steten Wandel unterzogen. Das liberale, unprogrammierte Quäkertum, wie es in Deutschland gelebt wird, ist daher nur eine Spielart der Quäkervielfalt weltweit, die sich über die Jahrhunderte historisch, kulturell und geographisch diversifiziert hat.