Cary-Vorlesungen

Was ist eine Cary-Vorlesung?

Quäker in der Gesellschaft

Hans-Ulrich Tschirner, 1998

"Zunächst werde ich die für mich wesentlichen Inhalte unserer religiösen Gesellschaft der Freunde darstellen. Anschließend will ich einige aus der Geschichte bekannte Fragestellungen und Problemee rörtern, mit denen Quäker in der Gesellschaft, ja sogar im "Quäkerstaat" Pennsylvanien konfrontiert waren und schließlich werde ich versuchen, einige der Fragen, mit denen wir in der heutigen Gesellschaft konfrontiert sind, aufzuzeigen."

Soziale Zeugnisse der Quäker

Inge Specht, 1997

"Immer wieder hat mich aufs Neue fasziniert, was Quäker in den 300 Jahren ihrer Geschichte im Kleinen angeregt haben. Die Wirkung ihrer schlichten, radikalen Ethik ist hier in Deutschland weniger bekannt.“ Inge Specht fragt, ob die Quäker neben dem Friedenszeugnis auch ein Soziales Zeugnis formulieren sollten - und zeichnet nach, wie Quäker früher und heute dieses Zeugnis immer schon lebten und leben.

Kinder zwischen naiver und intellektueller Religiösität

Heinrich Brückner, 1996

"Jeder Mensch stellt sich in irgendeiner Form drei philosophische Grundfragen: Wer bin ich? Woher komme ich? Wohin gehe ich? Er stellt sie in jedem Lebensabschnitt neu, aus jeweils anderer Perspektive, und er versucht sie je nach dem Stand seines Wissens und seiner Lebenserfahrung immer differenzierter zu beantworten."

Meine Erfahrung der Botschaft von George Fox durch seine Episteln

Annette Fricke, 1995

"Fox nahm die Botschaft auf und verbreitete diese Erfahrung, die sein Herz vor Freude hüpfen ließ. Er konnte ‚cheerfully’ – ‚froh’ – über diese Welt gehen." Die Episteln machen den Kern des Quäkertums erfahrbar, müssen aber für heutige Leser erläutert werden - dieser Aufgabe stellt sich die Vorlesung. Mit Anhang: Übersetzung der Episteln von George Fox.

Spirituelle Freundschaft – Neue Modelle, neue Beziehungen

Harvey Gillman, 1994

„Wenn alles dunkel erscheint, ist es unsere Rolle als Quäker, Solidarität und Gastfreundschaft anzubieten. Wir haben eine lebendige und aufregende Geschichte zu erzählen. Die frühen Quäker sagten, sie leben in biblischen Zeiten, ihre Geschichte sei Teil des göttlichen Abenteuers. Das gilt auch für uns.“ (Die PDF-Datei ist ein Scan der Printversion - Onlineversion folgt.)

Jesu Nachfolge heute

Maurice de Coulon, 1993

"Es ist wie bei zwei Liebenden, die sich als füreinander bestimmt erkennen, weil sie sich gegenseitig in ihrem wahren Selbst erkennen. Ich erkenne den anderen in mir. Ich erkenne den Schatten des Ichs als unabdingbaren Bestandteil meines ganzen Selbst und bringe ihn ans Licht. Licht und Schatten verbinden sich miteinander. Dadurch verwandelt sich die destruktive Kraft des Schattens in eine dem Licht dienende Kraft. Wer könnte das für mich tun, außer mein Ich, das zum Selbst wird."

Quäker sein zwischen Marx und Mystik

Heinz Röhr, 1992

"Dies ist mein Leben, mein Weg, der sozusagen „von Fuchs zu Fox“ und wieder zurück zu Fuchs geführt hat. [...] Mystik und Marxismus/Sozialismus sind zunächst zwei getrennte, sich gegenseitig kritisierende, aber zugleich einander ergänzende Wege zum Menschsein. Sie verhalten sich wie Einatmen und Ausatmen, wie Systole und Diastole. Aber sie konvergieren in dem Punkt, wo es ein eindeutiges Ja zur Schöpfung, zur schwesterlichen Erde, zur Rettung des Menschen zu sprechen gilt."

Die Quäker – Ein Orden in der Gemeinschaft der Christen?

Paul Oestreicher, 1991

Der Anglikaner und Quäker Paul Oestreicher fragt "Worin liegt der Sonderauftrag dieses Ordens, dieser kleinen, unsystematischen aus der christlichen Tradition hervorgegangenen Gemeinschaft?" Und wie kann sich das Quäkertum "zu einer verbindenden Gemeinschaft entwickeln, die einen bisher unerfüllten Beitrag machen könnte zur Einheit unserer zerrissenen, zerspaltenen Menschheit. Wären wir dann dem Punkt etwas näher gekommen, sagen zu können: das innere Licht Gottes vereint und trennt nicht mehr? Damit wäre vielleicht zumindest ein Unheil der Religion im Ansatz aus der Welt geschafft."

Bin ich meines Bruders Hüter?

Helmut Ockel, 1990

Eine Re-Lektüre der Geschichte von Kain und Abel: "Wir haben mit den Gegensätzlichkeiten und immer wieder auch unauflösbaren Widersprüchen zu leben, die uns Spannungen bescheren, die wir aushalten müssen. [...] Ziel ist die Integration und die Konfliktaustragung der Kain- und Abel-Seiten – wenn nötig auch mit Streit und Zorn – zu fördern, sowohl in uns als auch unter uns? Das ‚Hüten‘, die ‚Fürsorge‘ schließt das Anerkennen der Gegensätzlichkeiten und das ‚Wahr‘nehmen unserer Aggressionsbereitschaft ein. Beides brauchen wir, beides wurde uns ‚verkündet‘."

Glauben, der nicht zu Taten führt, ist ein lebloses Ding

Annelies Becker, 1989

"Dem Gedanken des inneren Lichts und dem Glauben an das Gute im Menschen entspringend versuchen wir zu vermeiden, dass ein Programm einer Gruppe aufgezwungen und nicht genügend auf gemeinsame positive Zusammenarbeit geachtet wird, wie das bei Regierungen vorkommen kann [...]; soziale Gerechtigkeit, die Kluft zwischen arm und reich, erfordert auch in diesem Bereich dauernde Wachsamkeit.[...] Die geistige Grundeinstellung müsste spürbar sein. Sie ist die treibende Kraft, die den Samen sät und an ganz unerwarteten Stellen Blüten treiben lässt."

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